Freitag, 6. Mai 2016

05.05.2016 Toro - Zamora 33,6 km

fuer alle


Ruhe bringt Gleichgewicht und Leichtigkeit. 
Gleichgewicht  und Leichtigkeit  bringen inneren Frieden und Gelassenheit.
Zhuangi


Bericht zum Tag - "Es ist nicht mehr weit"
Die heutige Etappe hat es noch einmal in sich! Erst stehen 18,5 km nach Villalazan an! Dort entscheide ich, ob ich noch die 15,1 km bis Zamora mache!

Bis Villalazan gibt es keine Wasserstelle. Allerdings ist es heute angenehmes Wanderwetter und mal drei - vier Stunden nicht trinken ist auch kein Problem.

Ich klopfe beim Franzosen. Nichts gepackt! Er meint er macht heute nur eine kurze Etappe. Ob er sein Fahrzeug hin bekommen hat, weiss ich nicht!

Vielleicht ist das ja auch schwietiger wie ich denke, da er den Weg auch bissele abschaetzen muss, ob er durchkommt! Wir verabschieden uns und ich gehe diesmal auch davon aus, dass  wir  uns  nicht  mehr  sehen  werden!  Alles Gute Amigo!

Der Franzose hat mich klar werden lassen, dass jeder Mensch - hier auf dem camino oder daheim - seinen eigenen unvergleichlichen Camino  hat!

Ich breche um 7.15 Uhr auf! Der Weg aus der Stadt  ist gut beschrieben  und den Rest ergibt zusaetzlich der Pilgerführer!  An der Plaza de Magdalena noch einmal ein schöner Ausblick über das Land und die roten Felsen! Da bin ich gestern her gekommen! Quadi ein Rückblick in die Vergangeheit!

Die im Pilgerführer beschriebenen Baustellenarbeiten (Mai 2009) sind natürlich abgeschlossen und ich sehe auch den Hochgeschwindigkeitszug heranrauschen.

So schnell sind wir oft unterwegs!?!

Aussen und viel zu oft mit unserem Innersten! Das kann zumindest mit dem Innersten ja nur schief gehen. Alles eine Frage der Zeit!

Da hab ich es gestern am Abend doch gut gemacht! Ich hab über eine Stunde die Vögel und Tauben beobachtet!

Beim Pilgern gehen die Gedanken oft an an vorangegangenen Tag, an den Weg, an Dinge und Ereignisse weiter in der Vergangenheit  oder weiter  in der  Zukunft! 

Irgendwann geht der Verstand  auch dazu über einem zu sagen, da auf der rechten Seite ist es besser zu laufen, nein nun auf der linken Seite!

Unterwegs kommt mir auch die schnelle Aktion auf einem Camino! Da sind wir - ein Spanier und ich  - einen Schnitt von 6 km d0ie Stunde gelaufen! Er hat paar mal die Zeit gestoppt! Wie schnell bin ich wohl heute? 

Da ist km 17! Mal sehen wie lang ich zu km 18 brauch! Ich stoppe mit dem Handy die Zeit!
1 km in 11.07 Minuten!
Damals brauchten wir 10 Minuten! 
Bin halt alt geworden! Lach!

Die letzten 6 - 7 Kilometer gehen auf der Landstrasse laut meinem Pilgerführer! Doch dann geht links der Camino weg. Ich bleibe auf der Strasse. Strasse ist immer auch Asphalt  und das mögen die Füsse nicht!

Ich finde eine Feder! Dann geh ich auf einem Querweg auf den richtigen Jakobsweg und weg von der Strasse! Da vorne - na ja - noch mindestens  drei Kilometer  sind Häuser.

Ich gehe wieder  zurück  auf  die Strasse! 

Endlich da! Das ist Villalazan mit 380 Einwohnern! Da die Iglesia aus dem 19. Jahrhundert! 
Ich hoffte auf eine Bar! Nada!

Frage eine ältere Seniora! Sie nimmt mich mit zu einem kleinen Laden. Eine Bar gibt es nicht.

Muchas gracias!

2 Cola und etwas Obst! Zurück an der Kirche schaue ich mir mal auf der Bank meine Ferse an. Da stimmt was nicht! Ich verpacke sie in Pflaster und Leukoplast! Was mach ich nun?

Hier bleiben und morgen nach Zamora?

Der Bus nach Ourense fährt bestimmt früh!

Also weiter nach Zamora
Meine Ferse richtet sich neu ein und es geht erst mal 3 Kilometer  weiter auf der Strasse.

Im Pilgerführer wird der Weg über  einen  Acker  beschrieben! Kein Pfeil! Ok mach ich das!

Später stellt sich raus, dass der Weg gerade aus weiter gegangen wäre, über den Acker aber kürzer war!

Zwischen einem Kanal und Pappelhain, oberhalb des Rio Dueto geht es schön im grünen dahin! Es ist schön hier zu pilgern!

Der Schotter wird irgendwann zu Asphalt  und ich erreiche Villaralbo und habe damit 6,9 km von den 15,1 geschafft!

Ich mache einen Stopp in einer Bar!

Das ist immer seltsam: Hunger habe ich meistens keinen!

Von hier zwei Wege nach Zamora
Ich frage. 
Links seis kilometres!
Rechts quatro kilometres!

Da bin ich ja schon weit! Also rechts weiter!

Ein Kilometerschild zum Jakonsweg. UPS! 5 km!!
Na ja - weiter!

200 Meter weiter!
Ein Kilometerschild zum Jakobsweg. OHA! 5,1 km!!!

Bald bin ich in Valencia!?!

Weiter geht es! Dann das Ortsschild von Zamora! Es geht über eine Autobruecke!

Orientierung  nach  der Brücke!  Da stimmt was nicht! 

Es stellt sich heraus, dass die Brücke wo die Pilger und auch Fussgänger rüber kommen weiter unten gewesen ist! Macht aber nichts! Bin jetzt auch da!
Den Rest kenne ich bis zur Herberge! Gleiche Strecke  wie von der Via de la plata.
Beide Wege komnen hier zusammenund ich gehe davon aus, dass es mehr Pilger sind!

Noch einStück hoch und uch bin in der Herberge!
Platz für 34 Pilger in 6 Zimmern!

Ich bin Nummer 31! Nach mir noch drei Plätze! Glück gehabt! 

Duschen - und ab in die Stadt zur Kirche nicht weit  von hier! Iglesia de San Juan. Hier sass damals eine Bettlerin, der ich etwas Geld gegeben habe.

Sie ist nicht da!

Na, der Rest: Bar - wifi - Fotos - 1 Serveca - - zurück zur Herberge wegen Ladegerät - zurück zur Bar - Bericht von gestern eingeben.

Zurück in der Herberge um 21 Uhr nur noch eines?

SCHLAFEN

Buenas noches!



Donnerstag, 5. Mai 2016

04.05.2016 Siete Iglesias - Toro 31,9 km

für alle


Wenn ich ohne nachzudenken, einfach einem  Regentropfen lausche,
der am Rand des Daches auftrifft, so bin ich selbst.
Meister Dogen


Nachtrag zu gestern

Über eine Sandschotterpiste verlasse ich Nava del Rey....

Ich schaue immer nach den Wegzeichen! Ein verlaufen darf jetzt nicht mehr passieren! Erstens ist es spät und dann bin ich auch schon ziemlich fertig!

Der nächste Ort Siete Iglesias de Trabancos hat nur 1250 Einwohner! Unterwegs überlege ich sogar noch die weiteren 8,5 km nach Castronuno anzuhängen!

Die Wegzeichen sind kein Problem und nach 1,5 Stunden - es ist jetzt 18.30 Uhr - und denke, wenn es hier mit der Herberge klappt: Keinen Schritt mehr! Vielleicht noch eine Bar wäre schön! Ich bin jetzt fast 12 Stunden unterwegs gewesem!

Die Bar finde ich zuerst! 1Clara bitte und gleich noch eins!

Es stellt sich heraus, die Herberge - 2 Stockbetten - ist gleich nenenan im Rathaus!

Zum Glück ist jemand da! Auch der Franzose liegt im Bett! Duschen heute nicht! Lieber zurück in die Bar, ein Bier und Fotos ins Netz!

Später schaue ich rechts vom Rathaus in einer anderen Bar das Fussballspiel Bayern München - Rom an! Ich bekomme einige Häppchen von den anwesenden Fussballfans! Gebe später eine Runde aus und komme "beladen" zurück in die Herberge!

Es ist arschkalt und ich schlafe in meinen Kleidern!

Ein weiterer Pilger ist auch da! Er geht zurück nach Valencia!


Bericht zum Tag - Wo ist der Franzose?
Es war klar, dass das eine anstrengende Etappe wird! Erst einmal die 8,5 km nach Castronuno!
Der Franzose steht vor mir auf! Ich starte um 6.50 Uhr! Heute will ich mich auf keinen Fall verlaufen! Der Franzose ist vor mir weg, dadurch, dass ich noch ein Foto von der Kirche mache. Ich bin jetzt hinter ihm! Er hat keinen Rucksack, sondern zieht einen über die Schultern eingehängten Einachser. Entfernung gut 500 m! Da vorne eine Weggabelung! Er ist wohl links!?

Lieber nochmal schauen! Ja da vorne läuft er! Zum Glück schaue ich nochmal nach Wegzeichen! Der Pfeil zeigt gerade aus!
Ich rufe und pfeife, aber der Franuose hört mich nicht! Und schon ist er um die nächste Biegung. Mhm, dann kann ich nichts machen.

Ich gehe weiter gerade aus! Ewig kommt kein Zeichen mehr! Bin ich wieder falsch?

Die Sonne geht auf! Keine Zeichen aber auch keine Weggabelung! Hat der Franzose doch recht? Mit Zweifeln geht es weiter! Fragen? Niemand unterwegs! Verschollen im Nirwana!

Ich komme nach Castronuno und bin in einer Bar! Denke an den Franzosen! Und, auf einmal steht er da! Es stellt sich heraus, dass er diesen Weg bewusst gemacht hat! Für seinen Anhänger besser!

Nächstes Ziel ist Toro - Entfernung 23,4 km
Zum Glück teilt such diese Etappe in ein Unterziel mit einer Bar in Villafranca de Dueto - Bar Avenida! Gleich am Start ein ziemlich abschüssiges Stück! Oh je, denke ich! Durch schöne Landschaft geht es auf und ab, mal Zweifel am Weg, dann wieder klar!

Ob ich den Franzosen nochmal seh!

Ich habe alles richtig gemacht und bin nach gut 1,5 Stunden in der Bar! Stelle fest, eine fette, nein vollfette Blase! Ich trinke eine Cola und esse ein French- Tortilla!

Wer steht da da? Der Franzose! Er ist den normalen Autoweg gelaufen! Ich sage: Das ist aber nicht der Camino!
Er sagt: Das ist aber mein Camino!
Und da hat er recht!

Nachdem die Blase aufgestochen ist, Pflaster drauf breche ich nach dem Franzosen auf.
Ich werde ihn nun im Auge behalten!

Er ist schnell und ich habe Mühe! Diesmal geht er den aber auch guten Camino!

An einem Acker führt er ein Gespräch mit zwei Spaniern! Ich überhole und bald bin ich ausser Sicht!

Es ist noch eine ziemliche Strecke bis Toro! Schotterpiste mit Schlaglöchern! Mittlerweile ust recht warm geworden  und  ich  komme  mir schon blöd vor mit meinem Schirm! Vor Toro wird der Rio Duero überquert, und... danach geht es nochmal steil hoch nach Toro!

Ich denke: Frenchman, meine Gedanken begleiten dich! Ich wollte da mit seinem Anhang nicht hoch!

Schweissnass bin ich angekommen! Toro hat ca 10.000 Einwohner und gefällt mir sehr! Hier gibt es keine Herberge, aber eine gut Pension!

Bald ist alles geregelt!

Ich komme in die Pension!

Wer ist da? Richtig! Der Franzose! Er hatte einen Platten oder Achsbruchbund hat sich kurz nach dem Gespräch von jemandem herfahren lassen!

Kann ich nur sagen: 3:0


Buenas noches




Dienstag, 3. Mai 2016

03.05.2016 Medina del Campo - ?

für alle

Es braucht nur ein klrin wenig nachdenken, um darauf zu kommen,
dass dergegenwärtige Augenblick der einzige Augenblick ist,
den wir haben, um lebendig zu sein.
Kon Kabat-Zinn


Bericht zum Tag - Mhm?!?!??!

Teil 1
Ich habe in dem Convent herrlich geschlafen! Das hat echt gut getan! Mit hir sind der Pilger aus Frankreich und ein Radpilger!

Nachdem ich gepackt habe, stelle ich fest, dass ich ein Bier übrig habe! Ich mache mein Bett, nehme mein trinken - ohne das Bier- in den Rucksack und . . .
. . . stelle fest - alle anderen sind schon weg!

Povavor donativo 10 Euros! Das steht auf dem Zimmer, in einem Aufenthaltsraum und an der Ausgangstür! Für hier finde ich das voll angebracht!

Leider haben die beiden anderen die Sprache nicht gekannt.! So bin ich der Einzige, der die zehn Euro zahlt!

Mal sehen ob ich den Franzosen einhole! Er müsste eine halbe Stunde Vorsprung haben! Der weg aus der Stadt ist eigentlich klar! Er führt erst einmal in das 15,5 km entfernte Nava del Rey! Dann zwei mal 8,5 km! Heute Nachmittag bin ich in der Bar von Pepe!

Der Weg führt auf und ab! Ich mache Fotos von Hasen und Rapsfeldern! Nur den Franzosen seh ich nicht!
Endlich - Ich bin da!
Ein grosses Fass! Laut Beschreibung gibt es in Nava del Rey eine grosse Fassfabrik!

Da die Iglesias! Die Bars! Das passt!

Wie geht der Weg weiter?

Da sind auch gelbe Pfeile!

Ich frage!

Que de camino de santiago?
Etwas später eine ganz neue Frage!
Que nombre de ciudad?
In welcher Stadt bin ich?
RUELA!!
Ähm - das steht ja gar nicht im Pilgerführer!

In einer Bar frage ich genauer. Ich bin in eine ganz andere Richtung gelaufen! Total falsch!

Was jetzt?

Mach das mal!

Falsche Stadt und keine Ahnung wo hin! 

Ich frage mich nach dem autobus durch. Aber eo hin? Zurück nach Medina del Campo!

Es klappt! Eine Spanierin sagt: ich hätte einen deutschen Akzent!

Ich fahre aldo zurück nach Medina del Campo!

Da bin ich um 11.30 Uhr!

Teil 2
Jetzt also fragen nach dem Autibus de Castronuno?
Ich bin in Medina del Campo!
Este autobus?
No de Madrid?
Este?
No!

Um 12.10 Uhr möchte ich nichts mehrvom Bus wissen! Ich möchte wissen wo ich faksch gelaufen bin! Also werde ich nochmal die Fährte aufnehmen!

ICH WILL DEN FEHLER WISSEN!

Ganz einfach - am Kreisel nichts rechts sondern gerade aus!

Um 13.50 Uhr wieder ein Rapsfeld!

Ich laufe erneut falsch! Vom Ergebnis 4 - 5 km!

Teil 3
Ich bin um 15.45 Uhr in Nava del Rey! Also am Ziel! In einer Bar trinke ich eine Clara! Bestelle die Zweite und frage nach dem autobus! Das 2. Clara steht daund der Wirt sagt: Da, der ist es! Er hält 50 m weiter! Zu spät! Jetzt wriss ich wenigstens wo der Bus weg fährt!

Ich will heute noch nach Castronuno!

Das ist 8,5 km bis Siete und nochmal 8,5 km bis Csstronuno!

Ich mache Fotos von den Störchen, von der Kirche (Iglesias Los Santos Juanes).

Dann geht es zur Busgaltestelle! Im Hinterkopf, ich könnte ja auch bri den de kas Madres Capuchinas übernachten!

Ich frage einen älteren Senior nach dem autibus!
No autobus!
Mhm!
Der Wirt sagt ja!
Der Senior kommt nochmal: No autobus!!!

Sicherheitshalber frage ich drei Senioras!

Autobus? No!

Also nicht weiter! Ich bleibe hier und übernachte bei den Madres!

Ich gehe hinter der Kirche weiter und frage die Frau von virhin!

No madres aqui!

Frag ich lieber mal selber! Die Strasse entlang komme ich zum Convent! Ich klingle! Nichts! Nochmal! Nada!

Also weiter! Frage zwei Polizisten!

ocho media kilomedres


Um 16.30 breche ich nichmal auf! Es sind 8,5 km nach Siete! Ich rechne mal mit zwei Stunden!

Wenn ichhmich nicht verlaufe!

Über eine Sandschotterpiste verlasse ich Nava del Rey







02.05.2016 Arevalo - Medina del Campo

für alle

Sich an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen bedeutet,
sein Leben zu geniesen.
Kaibara Ekiken


Bericht zum Tag
Heute stehen 32 km von Arevalo - nach Medina de Campo an!

Heute morgen wache ich mit dem Gedanken auf: Bin ich froh, dass das gestern mit der Buchung des Heimfluges geklappt hat!

Gestern Abend kam es um halb elf noch zu einer Blitzaktion! Über Handy hatte ich geschaut was der Preis für den Rückflug macht!

Ups! Immer teurer! In Frage kommt der 12.5. oder teurer am 14.5.!

Das Problem: Hier offen w-lan und da will ich keine Daten drüber schicken! Also Kontakt mit daheim und meine Tochter übernimmt die Buchung! Es klappt zu einem aktzeptablen Preis für den 12.05.! Ich denke, dass ich künftig die Planung  von daheim  vornehmen  werde!  Diesmal  ging das  aber  nicht! 

Auf jeden Fall hat es geklappt!

Nach der Buchung plane uch noch um elf Uhr die folgenden Etappen!

02.05. Arevalo - Medina de Campo 32 km
03.05. Medina de Campo - Castronuno 32,5 km
04.05. Castronuno - Toro 23,4 km und weiter nach Villalazan 18,5 km = Gesamt: 41,9 km
05.05. Villalazan - Zamora 15,1 km
06.05. Zamora - Ourense Bus
07.05. Ourense - Cea 21,9 km
08.05. Cea - Oseira 9,2 km weiter Castro Dozon 11 km = 20,2 km
09.05. Castro Dozon - Lalin 19,3 km weiter Silleda 10 km = Gesamt: 29,3 km
10.05. Silleda - Vedra-Susana-Santiaguino 25,3 km
11.05. Vedra-Susana-Santiaguino - Santiago de Compostela 17,3 km
12.05. Puffer und Rückflug

Es kommt ja eh immer anders!


Um 7 Uhr breche ich auf! Geschlafen habe ich gut, aber halt nicht so lange!
Heute fällt mir zu Beginn eine Geschichte ein! Man mag es mir verzeihen, sie ist sicherlich gekürzt und ich weiss auch den Autor nicht.

Ein Pilger auf dem Weg (er kennt denWeg) wird von einer Kutsche überholt! Die Kutsche hält an und der Kutscher fragt: Wie weit ist es noch bisXx?
Die Antwort: 
Wenn ihr schnell fahrt noch 5 Stunden!
Wenn ihr langsam fahrt noch 2,5 Stunden!
So ein Blödsinn denkt der Kutscher und gibt seinen Pferden die Peitsche!

Nach einer halben Stunde holt der Pilger die Kutsche ein!
Achsbruch!
Er sagt zum Kutscher: Ich habe es euch gesagt! Bei schneller Fahrt 5 Stunden! Langsam 2,5 Stunden! Ihr seid schnell gefahren und braucht nun die zweiten 2 ein halb Stunden für die Reparatur der Achse!

Der Weg für mich ist klar und ich werde auch heute morgen von einem schönen Sonnenaufgang begrüsst!

Ja, und solche Dinge erfreuen mich!

Alles ist im grünen Bereich!

Eine Kilometerangabe zeigt: Gelaufen 12 km und noch bis Medina del Campo 21,8 km = 5.27 Stunden!
Macht nichts!
Nach ca. 7 km komme ich durch die verfallene Siedlung Honquilana! Der nächste Ort wird nicht betreten!

Mittlerweile denke ich, dass ich auf dem Camino Cafe-Entzug habe! Daheim trinke ich viel mehr Kaffee!

In San Vicente del Palacio hoffe ich auf einen Kaffee! Begrüssungszeichen der rot-weisse Wasserturm! Es soll hier laut Buch einen guten Kaffee und einen Pilgerstempel geben! Die Ortschaft ust nicht gross! Aber beides klappt nicht! Kein Pilgerstempel und kein Kaffee! Den bekomme ich dann an der Autobahnraststätte!

Noch etwa 10 km von hier! Also los! Der Camino führt teilweise an der Autobahn (links der A6 entlang! Manchmal hupen mir Autofahrer zu! Das ist schön!

In Medina del Campo ist der erste Weg zur Information!  Geschlossen!

Also weiter! Unterkunft Convento San Juan de la Cruz

Da kann man klingeln und ich bin überrascht! Es klappt!

So nett wurde ich noch nie empfangen! Ich bekomme mein Zimmer und es wird gleich nach einem Heizkörper geschaut weil es kalt ist!
Das Zimmer ist muy buene!

Später gehe ich schauen, ob ich etwas einkaufen kann! Fotos will ich auch noch einstellen! Also wifi! Ich erfahre, dass heute Fiesta ist! Supermercado ist da zu!

Panederia ist offen! Also kaufe ich da etwas! Zurück in der Convento schaue ich fern und esse meine gekauften Sachen!

Später in die Bar mit wifi und alle Fotos rein!

Burnas noches!


Sonntag, 1. Mai 2016

01.05.2016 Gotarrenura - Arevalo

für alle


Wenn du jemand ohne lächel siehst, dann gib ihm deins.
Birmanisches Sprichwort


Interview  mit  Clefferle 
F C Hallo Günter bevor es heute los geht ein kurzes Interview?
A G Na gut - du nervst ja schon zwei Tage!
F C Wie ist die Lage bei dir? Erst einmal körperlich?
A G Also am linken Fuss begleitet mich ein Blase! Die ich mir beim Asphalt zugezogen habe! Ich hab sie verklebt mit Pflaster! Daneben gibts aber was neues! Ist aber nicht schlimm!
F C Meinst wegen den Schuhen?
A G Nein, das glaub ich nicht! Die sind voll ok! Ich denk wirklich wegen dem Asphaltweg! Ist wirklich nicht schöimm!
F C Der restliche Körper? 
A G Auch in Ordnung! Nun ich lieg nicht gern auf meinem rechten Arm. Aber das war schon daheim.
F C Auf dem seitherigen Weg ist einiges nicht so gelaufen wie du es wolltest? Was macht das mit dir?
A G Sind wir jetzt  bei der Psyche?
F C Genau! Du bist ja schon vor dem Aufbruch recht different drauf gewesen! Wir haben ja das Interview 100 mit dem Thema  Entscheidung  geführt!
A G Erst einmal war es für mich gut, dass ich gegangen bin! Dadurch habe ich schon von Anfang an gewonnen!
F C Und dann ging es los?
A G Ja, da kam dann schon einiges! Allerdings  alles was kam, konnte ich klären! In Richtung einer psychischen Schieflage ist es nie gegangen!
F C Mhm!
A G Ich hab mich irgendwann auch entschlossen den Weg abzukürzen!
F C Stimmt! Wir haben ja noch 125 km bis Zamorra und dann so 120 von Ourense bis Santiago de Compostela!
A G Stimmt!
F C Ist das dann für dich keine Niederlage? Hast ja nicht alles gemacht was du anfangs wolltest?
A G Nein überhaupt nicht! Einfach deshalb, weil ich alle Änderungen hin bekommen habe! Ist einfach auch eine Frage der Sichweise.
F C Heute stehen 30 km an, morgen 32 km! Wie steht es damit?
A G Kein Problem vom Körper her und vor allem auch kein Problem vom Kopf her!
F C Machen wir für heute Schluss! Solltest glaub los! Ein Schlusswort für heute?
A G Gerne! Dieser Camino entwickelt sich bis jetzt für mich persönlich für einen der wertvollsten Caminos und ich war von der Psyche trotz allem immer rational und zwischen dem Wert 6-7!
C Ok dann wieder in Santiago de Compostela!



Bericht zum Tag - Überfall
In der Nacht wurde ich kurz vor eins von einem Schnappschnarcher geweckt! Ich weiss nicht welcher meiner Mitschläfer es war! Aber ich denke, dass das von der Natur so angelegt wurde!

Um 6 Uhr - draussen ist noch dunkel kommt Bewegung in meine Mitbewohner! Ich schaue raus - es ist nacht und auch kalt!

Um 6.30 Uhr brechen beide auf und ich stelle erst einmal den Wecker um!
Mit sxhlafen ist aber nicht mehr und so mache ich mich nach dem Interview mit Clefferle  auch  ans packen!
Aufbruch 7.10 Uhr! Ziel Arevalo - 30,4 km
In den folgenden Ortschaften Hernansancho 3,5 km ; El Bohodon 11,3 km - soll es jeweils etwas in Form einer Bar geben! Ist aber alles dicht!

Auf einem Kirchturm  sind Schwäne!  Ich mache Fotos! Auch unterwegs freue ich mich immer wieder über manche Fotos, die ich machen kann!

So auch von det Schafherde, die mir entgegen schaut und mich beobachtet und mir dann auch nach schaut! Vorneweg der Bock!

Nach 12,6 km kommt Tinosillos mit einer Bar! Belgier und Franzose sind auch da! Ic habe sie eingeholt. Einen cafe leche und una tostata (Tost mit Aufstrich).

Ich geniese beides und bestelle noch einen cafe leche!

Von dem baldigen Überfall weiss ich zum Glück / oder leider? noch nichts!

Weiter geht es und bald komme ich in einen riesigen Pinienwald! Der Franzose ist weit vorne und den Belgier habe ich überholt - er ust hinter mir und macht Fotos!


Der Überfall 
Es kommt ganz plötzlich und unerwartet!
Mein Pilgerstab fliegt auf den Boden!
Der Schirm liegt weiter hinten!
Das Outdoorbüchlein neben dem Baum!
Den Rucksack hat es auf den Boden gekracht!

wie gesagt: ein Pinienwald - keine Büsche!

Der Angriff kam!

Mit aller Macht!

Der Toastaufstrich vertrug sich nicht?
Der Angriff kam von innen!
Und . . .

. . . ich musste furchtbar dringend und stand in der Hocke!
. . . quasi mit dem A.... am Boden!

Oh - scheisse, da hinten kommt der Belgier!

Er hat mich zum Glück nicht gesehen als ich mit Hose unten im Pinienwald stand!


- - - - -

>> Clefferle: Nein, das war dieses Mal kein Traum! Ich schmeiss mich weg!


Nach 6 Std. 20 Min.  bin ich um 13.30 Uhr in Arevalo! So lange unterwegs zu sein ist mittlerweile kein Problem mehr. Ich könnte noch 3 Stunden laufen.

Die Information in der Stadt  hat  bis 14 uhr offen! Ich will fragen, ob es doch eine Herberge gibt und vor allem einen Pilgerstempel!

Herberge: No
Stempel: Si

Na dann muss ich noch 2,5 km!

Bis um 16 Uhr sitzr ich draussen an einer Bar auf dem Marktplatz! Es ist ein sehr schönes Städtchen!

Dann geht es weiter zum Hostal!

Berichte und Fotos, sofern es wlan gibt!

HASTA MANANA,








30.04.2016 Avila - Valencia

für alle

Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut,
 sondern auch für das was man nicht tut.
Laotse


Bericht des Tages

Ich sitze im Zug nach Valencia!
Der Zug rattert.
Tränen laufen mir über die Backen! Die Augen geschlossen, kommen die letzten  Tage  in den Sinn! 
Der Zug  rattert.
Oh je! Da war ja so viel!
Der Zug  rattert.
Dann das laufen bis Füsse  brennen und die Socken qualmen.
Die vielen wilden Tiere, die Hunde?
Der Zug rattert.

Ein komisches  Geräusch! 
Der Zug?
Es ist der Handywecker!
Dann bin  ich  aufgewacht! 

- - - - - -

Ich breche als letzter auf! Der Franzose und der Belgier haben  wohl gar nicht bemerkt, dass noch jemand da ist. Sie packen bereits um sechs und brechen gegen 7 Uhr auf.

Ich breche um halb acht auch auf! Der Weg ist klar und geht erst einmal über eine Brücke. Etwas später  kann ich noch schöne Fotos  von der Stadt und der Stadtmauer machen! Ein freundlicher Spanier macht auch ein Foto  von  mir. 

Nächste Ortschaft eine Bar?
Keine Bar!
Nächste Ortschaft eine Bar?
Ja!
Geschlossen! 
Es ist kalt und es sieht nach Regen aus! Ich habe  rein  zufällig  ab heute  einen  Schirm!  Zugelaufen!
Hab ihn erst wieder weg geschickt  - er kam wieder  - nun darf er halt mit!
Nächste Ortschaft eine Bar?
Keine  Ahnung - der Weg führt nicht in die Ortschaft, sondern daran vorbei!

Ich komme durch eine Steinlandschaft, unterhalte mich kurz mit einem Spanier - mucho frio - und ziehe meine Jacke an! Es ist echt kalt!

Von den Steiben im Geröllfeld mach ich einige Fotos! Mal schauen ich hab da eine  Idee.
Jetzt laufe ich schneller!
Regen?
Ich hole einen Pilger ein! Es ist der Belgier. Seit 5 Wochen von Valencia unterwegs.

In der nächsten Ortschaft zwei Pfeile! Richtig wäre der rechte gewesen! Ich hab den linken genommen! Dadurch muss ich 2 km auf der Landstrasse laufen!  Ein Spanier erklärt mir am Ortsausgang, dass der Camino in 2 km wieder dazu kommt.
Na - ist halt so!
Dann treffe ich den Franzosen. Wir unterhalten uns kurz und dann trennen  sich  schon  wieder  unsere Wege.
Ich gehe schnell weiter. Unterwegs  stoppe ich immer wieder mal für Fotos. 

>> Clefferle: Ne, ne, Fotos macht er weil er nicht mehr kann!

Bald ist das Ziel in der Ferne  zu sehen. Rasch komt es näher!

>> Clefferle: Na, na! Rasch?

Die Herberge ist gut zu finden - aber geschlossen!

Mal warten - der Franzose  kommt an. Gemeinsam gehen wir zur Bar! 
Bar!!!
Etwas trinken, etwas essen. Ach ja, die Bar  ist  offen!
Später kommt  der Belgier dazu.
Im Rathaus gibt es den Pilgerstempel und den Schlüssel für die Herberge! Die ist prima! 

Es ist halb zwei! Ich sitze an der Sonne, hab drei kleine Serveca und zwei Cola mit und schnitze am Pilgerstab! 

Wir haben ein Zimmer mit zwei Stockbetten. Der Franzose  liegt über dem Belgier.

Leider gibt es kein wlan! Dann morgen!

Gegen 20.30 Uhr machen wir uns zum schlafen fertig!

Buenas  noches! 

Etappe war von Avila - Gotarrendura - 23,6 km



Freitag, 29. April 2016

29.04.2016 Torrijos - Talavera - Madrid - Avila

Etappe für alle

Wage den ersten Schritt und ein Weg wird sich auftun!
Zen-Weisheit

Bericht zum Tag

Achtung, Achtung, liebe Fluggäste!
Wir haben unsere Flughöhe und unsere Reisegeschwindigkeit erreicht!
Diese liegt bei 4-5 km die Stunde!
Machen Sie es sic bequem und geniessen Sue die Reise!
wird fortgesetzt

Clefferle:
Ich lache mich ja so schlapp! Da war die Sache mit dem Autobus in Torrijos!
Da es am nächsten Ort Escalona 25 km von hier nur eine Notunterkunft gibt, mache ich mich auf den Weg zur Estation de autobus. Ich frage eine Frau Estation de autobus de Avila? Die Frau zeigt mir den Weg! Aus Erfahrunf vorsichtig, frage ich nochmal. Sie hat verstanden zu Fuss und hätte mich auf die Strasse geschickt! Glük gehabt!
Ich frage mich nun durch und bin um halb neun an der Busstation? Zwei mädels verweisen mich an den Wirt im Cafe!
Es geht von hier kein Bus nach Avila direkt!!
Nach einigem hin und her weiss ich: Um 9.30 Uhr fährt ein Bus nach Talavera (kenn ich nicht), dort umsteigen und ab da nach Avila?
OK - alles klar! Ein cafe leche!
Ein Bus fährt ein!
Es ist kurz vor neun!
Ich frage nochmal!
Dieser?
Der Wirt erklärt mir: Der auch, kostet aber 3 Euro mehr, weil er über die Dörfer fährt!
Jetzt ist er schon weg
Der Wirt fragt einen Busfahrer und dann ist es wie gesagt: 9.30 Uhr Talavrra und dort umsteigen nach Avila!


Abfahrt Bus 9.30 Uhr
Ankunft in Talavera um 10.25 Uhr
Information - wo ist die. Talavero - Avila???
No!!!
und nun?
Von hier fährt kein Bus nach Avila!
Die Auskunft vom Wirt war falsch!
Nach 20 Minuten Beratung an der Information - die Frau war echt toll - es gibt nur die Möglichkeit von hier nach Madrid und von da nach Avila!

Ich kauf mir ein Bilett nach Madrid - 9.11 Euro! In Madrid guck ich neu! Echt spannend!

Auf der Toilette zu wenig 00-Papier! Zum Glück hab uch welches mit!

Abfahrt: Madrid um 14:30 Uhr und Ankunft in Avila um 16: 25 Uhr!

Was hab ich in Madrid gemacht? Na, mein Handy geladen! Wolltbich schon immer mal in Madrid machen! Wobei ich anfangs lange auf der Suche nach einer Steckdose war!

In Avila angekommen geht es erst zur Tourust- Information. Die managen dann die Herberge! Alos erst T- Info suchen und dann mit Plan zu Herberge! Das klappt alles prima! Die letzten 500 m regnet es!

Der Senior in der Herberge ist nett, Ich hab nen Schlüssel und kann rein und raus! Zwei andere Pilger sind auch da!

Ich esse meinen Käse und das Brot von gestern und dann geht es in die Stadt!

Dazu morgen mehr!

Mal eine Frage: Wie geht das mit den Berichten und den Fotos?
Das sind zwei verschiedene Dinge. Für die Berichte schreibe ich im Laufe des Tages Ereignisse oder Gedanken in mein Handy.
Damit sind sie aber noch nicht im Netz! Für die Aufnahme im Blog benötige ich w-lan! Das bedeutet! dass ich nach einer Etappe eine Bar mit W-lan = wifi suche.
Manchmal klappt das, manchmal gibt es aber nichts!
Die Berichte werden dann vom Handy abgeschrieben und über Netbook ins Netz gestellt.

Hab dafür extra das Netbook mit - ca 800 Gramm.

Die Fotos wrden über Handy aufcdie andere Seite gestellt! Bei den Fotos nehme uch so oft es geht auch w-lan! Eine Aufnahme ohne ist pber Handy teuer, da es um viel Speichervolumen geht! Dazu nuss jedes Foto einzeln hoch geladen werden!
Vor allem ust beides sehr zeitaufwendig!

Die mit dem Foto gemachten Aufnahmen kommen erst nach dem Camino ins Netz.

Buenas noches!